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Hier findest du nun jeweils drei Übungen zu jedem Buch.

Falls die Übungen dir gefallen und du eine positive Änderung an dir bemerkst, dann findest du natürlich alle Übungen in dem jeweiligen Buch. Dort sind alle Übungen so aufgebaut, dass sie dir helfen können, deinem Leben die Richtung zu schenken, die du dir gerne wünschst.
Alle Übungen findest du natürlich auch auf Resonanz TV, wo Michaela und ich dir sehr genau und ausführlich erklären, was du zu tun hast.

 
Wann ist die beste Zeit für die 6-Minuten-Übungen?

Natürlich können wir die Übungen immer und überall machen. Und dennoch gibt es eine Zeit, die ideal dafür ist. Die Hirnforschung hat herausgefunden, das alles, was wir am Tag erfahren oder lernen, was wir hören oder denken, nicht am Tag gespeichert, sondern erst in der Nacht in unser Gedächtnis eingelagert wird. Die Hirnforschung weiß inzwischen auch, dass alles, was wir kurz vor dem Schlafengehen tun oder erleben, noch wesentlich stärker in unser Gedächtnis eingebaut wird. Machen wir also unsere 6-Minuten-Übungen abends vor dem Schlafengehen, dann bauen wir sie tiefer in unser Gedächtnis ein. Und was wir durch die Übungen erfahren und erleben, wird rasch zu unserer neuen Wahrheit, da alles, was wir in unsere Erinnerung einbauen, schon sehr bald zu unserer erlebten Realität wird.
Auch Fragen, die bei manchen Übungen entstehen, kann unser Unterbewusstsein dann im Schlaf bearbeiten. Wir geben unserem Schlafbewusstsein auf diese Weise den Auftrag, weiterhin nach Antworten zu suchen. Albert Einstein ging schlafen, wenn er keine Lösung für seine hochkomplizierten mathematischen Gleichungen fand – er wusste, am nächsten Morgen würde ihm die Antwort „in den Sinn“ kommen.
Wir finden unsere Antworten sozusagen im Schlaf. Aus diesem Grund gibt es in diesem Buch auch Übungen, die wir an einem Tag beginnen und erst am nächsten Tag weiterführen. Denn am nächsten Tag, nach einem erholsamen – und gleichzeitig erkenntnisreichen – Schlaf, finden wir wesentlich mehr Antworten als zuvor. Möchtest du rasche und schnelle Erfolge erzielen, nutze die Zeit vor dem Schlafengehen für deine Übungen. Gib deinem Schlafbewusstsein eine klare Richtung und baue dir dein Gedächtnis auf, wie du es dir wünschst. Mentales Training ist daher kurz vor dem Schlafgehen sehr sinnvoll.

 
Was erreichen wir mit den 6-Minuten-Übungen?

Die Sache mit der Konditionierung
Eine klassische Konditionierungen ist ein automatisch ablaufendes Verhalten, das antrainiert wurde. Das berühmteste Beilspiel kennen wir alle: Den Versuch mit dem Pawlowschen Hund.
Aber auch wir Menschen haben uns ganz viele solcher klassischer Konditionierungen antrainiert. Wenn wir uns zum Beilspiel antrainiert haben, während des Fernsehens zu essen, dann bekommen wir automatisch Hunger, wenn der Film oder das Fußballspiel beginnt.
Klassische Konditionierungen können wir natürlich auch richtig gut für uns nutzen. Und zwar für unsere 6-Minuten-Übungen.
Wenn wir uns abends vor dem Schlafengehen angewöhnen, uns mit einer 6-Minuten-Übung zu beschäftigen, werden diese Übungen bald wie von selbst ablaufen. Es wird uns ein inneres Bedürfnis sein. Wir werden fast automatisch damit beginnen.
Wir beginnen wahrscheinlich schon lange vorher, uns gedanklich damit zu befassen.

 
Mit den 6-Minuten-Übungen erreichen wir Folgendes:

.... Wir bauen neue hilfreiche Routinen also Gewohnheiten auf, die schon rasch selbstständig ablaufen werden.

.... Wir fokussieren uns auf die positiven Gedanken und bauen positive Gefühle auf basierend auf der positiven Psychologie – eine positive Grundhaltung erschafft Leistungsbereitschaft und Glück.

.... Wir erweitern unsere Wahrnehmung. Eine positive Wahrnehmung erweitert die Grenzen unseres Geistes, sodass sich uns mit einem Mal deutlich mehr Möglichkeiten eröffnen.

.... Als Folge davon wandelt sich unser Selbstbild.

.... In den 6 Minuten bauen wir an Lösungen, nicht an Problemen, und setzen eine emotionale Aufwärtsspirale in Gang, die es uns gestattet, mehr von unserem Potenzial auszuschöpfen.

.... Durch die täglichen Übungen lernen wir, bei Niederlagen sofort wieder aufzustehen die sogenannte Resilienz. Wir akzeptieren Negativität, die ebenso nötig ist, und verstehen sie zu wandeln.

.... Vor allem aber erreichen wir, durch das Reduzieren der Übungen auf 6 Minuten, anhaltende Dauerhaftigkeit.

.... Wir nutzen das Wissen der Hirnforschung über den Aufbau von Gewohnheiten und lernen sogar, alte Gewohnheiten zu überschreiben.

.... Als Folge davon verändert sich innerhalb kurzer Zeit unser gesamtes Leben. Denn:

.... Durch das Verändern einer einzigen Gewohnheit und das Verschieben unseres Wahrnehmungsfilters, verändern sich auch weitere Punkte in unserem Leben.
Innerhalb kurzer Zeit werden wir wie vor einem Wunder stehen. Dem Wunder unseres eigenen Lebens.
 
3 Übungen zum Buch „Erfinde dich neu“.


Alle Übungen sind den Büchern „Der 6 Minuten Coach – Erfinde dich neu“ und „Der 6 Minuten Coach - Finde die wahre Liebe“ entnommen.

 

 

 

 

 
Übung 1. Mein Kinderzimmer

Jetzt haben wir einen kurzen Einblick in die prägenden Überzeugungen aus unserer Kindheit gewonnen – nun gehen wir einen Schritt weiter. Um unserem heutigen Verhalten auf die Spur zu kommen, machen wir eine Übung, die in unseren Seminaren zu vielen „Aha“-Erlebnissen führt: Wir erinnern uns kurz an eine bestimmte Phase in unserer Kindheit. Das hat folgende Vorteile:

- Wenn wir uns erinnern, machen wir uns Dinge wieder bewusst.
- Erst wenn uns Zusammenhänge wieder bewusst werden, können wir sie ändern.
- Wir beginnen zu verstehen, wer wir sind und warum unsere Reaktionen so sind, wie sie sind.

Für diese Übung gehen wir in unserer Erinnerung zurück in unser Kinderzimmer. Wenn wir das tun, wird unsere Kindheit wieder vor unserem inneren Auge auftauchen. Vor allem werden wir erkennen, wie stark der erste „Raum“ in deinem Leben noch heute deinen jetzigen Raum bestimmt.

Kannst du dich noch erinnern, wie dein Kinderzimmer ausgesehen hat?
 
Übung: Kinderzimmer zeichnen

Minute 1–6

Male auf der linken Seite dein Kinderzimmer. Dabei können dir folgende Impulsfragen behilflich sein: Wo war die Tür, das Bett, die Fenster, der Schrank? Wie war es eingerichtet? Welche Farben hatte es? Und weißt du noch, wie es war, als du dich als kleines Kind in dein Zimmer zurückgezogen hast?
War dein Zimmer groß oder klein? Wo standen die Möbel? Wo hast du geschlafen? An welchem Platz hast du deine Hausaufgaben gemacht? Wo hast du gespielt? Konntest du deine Tür absperren oder war deine Zimmertür immer offen? Konnte jeder einfach reinkommen, ob du es wolltest oder nicht?
Hattest du ein sicheres Gefühl in deinem Zimmer? Konntest du ungestört mit dir allein sein? Hattest du vielleicht richtig gute Verstecke für all die Dinge, die niemand sehen sollte? Gab es gar einen Ort, wo du dich selbst versteckt hast? Konntest du gut einschlafen? Fühltest du dich alleine? Oder beobachtet? Vielleicht hattest du auch gar kein eigenes Zimmer? Vielleicht gab es Geschwister mit denen du dein Zimmer teilen musstest? Vielleicht hattest du gar keinen Raum für dich allein, in dem du bestimmen konntest?
Die Zeichnung braucht nicht maßstabgetreu zu sein. Wichtig ist nur, dass du alles aufzeichnest oder aufschreibst, was dir in den nächsten 6 Minuten in den Sinn kommt.
 
Mein Tipp:
Vielleicht vereinbarst du zum Ende der Übung mit dir selbst, dass du dich an noch mehr Details erinnern willst. Denn: Der Sinn dieser Übung ist, herauszufinden, wie sehr du diese Prägung in dein Erwachsenenleben mitgenommen hast.

Wenn du fertig bist, lass das Blatt oder dieses Buch offen liegen, sodass du es am nächsten Tag – wie zufällig – sehen kannst. Denn dein Bewusstsein nimmt diese „Aufforderung“ in dein Tagesbewusstsein mit auf und sie arbeitet in dir weiter.

Heute wurde schon einmal der erste Impuls dazu gegeben. Die Erinnerung tut bereits alles, was zunächst nötig ist, um längst vergessene Dinge in unser Bewusstsein zu bringen.
Das Unterbewusstsein beginnt jetzt mit der mentalen „Arbeit“ und wird dich morgen vielleicht schon mit Informationen überschütten. Was auch immer dir in den Sinn kommt – schreibe es auf.
 
Übung 2. Welchen Raum nimmst du dir heute?

Lass uns doch noch mal mit der vorangegangenen Übung – unserem Kinderzimmer – beschäftigen. Mit Sicherheit ist dir seitdem viel durch den Kopf gegangen.

Bestimmt kamen Erinnerungen hoch und Details fielen dir wieder ein. Manche Erinnerungen sind wahrscheinlich schöner Natur, andere dagegen sind vielleicht sogar unangenehm. Das ist ganz natürlich. Nicht immer war die Kindheit nur schön.

Ganz interessant ist es daher, mal nachzusehen, wie sehr unser Kinderzimmer von damals noch heute unser Leben bestimmt.

Denn: Wollen wir Erfolg auf den verschiedenen Ebenen unseres Lebens haben, benötigen wir dafür Raum. Raum, den wir uns nehmen. Raum für unser Wachstum, für unsere Entwicklung und ebenso für unseren Rückzug. Natürlich auch Raum für unsere Kreativität und noch viele andere wichtige Dinge.
Wenn wir diesen Raum in der Kindheit nicht zugestanden bekommen haben, kann dieses selbstbeschränkende Programm noch heute in uns wirken.

Was wir als Kinder damals nicht bekamen, kann durchaus auch heute noch schwer für uns zu bekommen sein.

Manchmal übernehmen wir die damaligen Beschränkungen in unser heutiges Leben und ahmen sie immer und immer wieder nach. Wir kennen es einfach nicht anders. Aber genau das wollen wir ja ändern. Dazu ist es gut, wenn wir uns zunächst einmal den Raum ansehen, den du dir heute selbst zugestehst.

Unsere Kindheit ist nicht abgeschlossen. Noch immer wirkt sie in uns weiter. Wenn wir uns dass bewusst machen, dann können wir uns von bremsenden Überzeugungen befreien. Dies ist sehr wesentlich, denn dann können wir uns auch wieder der ganzen kreativen kindlichen Energie zuwenden. Diese Energie haben und hatten wir schon immer. Nur war sie nicht immer befreit und zugänglich.

Wenn wir uns neu erfinden wollen, sollten wir unsere vollständige schöpferische Energie zur Verfügung haben.

Übung: Welchen Raum nehme ich mir heute?

Minute 1
Betrachte die bereits gemalte Zeichnung deines Kinderzimmers ganz entspannt und in aller Ruhe. Was möchtest du gerne noch hinzufügen? Was hast du vergessen?

Minute 2–6
Und nun betrachte deine Zeichnung im Hinblick auf dein jetziges Leben und auf folgende Fragen: Was hat das Vergangene heute noch mit dir zu tun? Kannst du heute deinen eigenen Raum für dich beanspruchen? Damit ist nicht nur der physische Raum gemeint, sondern auch der persönliche Raum – in Bezug auf deine Beziehung, deinen Beruf oder andere Themen.

Kann jeder „einfach so“ deinen Raum betreten oder dich in eine Ecke drängen? Fühlst du dich wohl in dem Raum, in dem du dich jetzt befindest? Hast du öfter das Gefühl, jeder kann mit dir machen, was er will? Kannst du heute „die Tür hinter dir zumachen“?
Wie viel Raum gestehst du dir zu? So viel, wie man dir als Kind zugestanden hat?

Notiere dir hier links alles, was dir auffällt.

 
Mein Tipp:

Sehr kraftvoll ist es, wenn du zum Abschluss dieser Übung eine Verabredung mit dir selbst triffst. Und zwar, dass du dir jetzt – in deinem Erwachsenenleben – mehr Raum zugestehst. Warte nicht, bis andere dir diesen Raum geben. Du bist erwachsen. Du kannst jetzt frei entscheiden.

Für das Erreichen deiner künftigen Ziele ist es sehr wichtig, dass du dir auf eine angemessene Art genügend Raum zugestehst. Dieses Maß solltest du immer wieder neu für dich bestimmen.
Frage dich selbst: Wo möchte ich mich mehr abgrenzen?
In welchen Bereichen in meinem Leben möchte ich mehr selbstbestimmen?
In welchen Bereichen möchte ich mich mehr ausweiten?

Wenn du dir mehr Raum zugestehst,
dann gestehst du dir auch zu,
über dich selbst hinauszuwachsen.
 
Übung 3. Was ist Lebensfreude für dich?

Eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, wer du bist, ist die Beantwortung der Frage nach deiner Lebensfreude.
Freude am Leben und an deinen Tätigkeiten zu haben, ist essenziell und die Basis für alles. Wenn die Freude schwindet, verfallen wir sehr schnell in Hoffnungslosigkeit, Langeweile oder verlieren die Motivation, weiterzumachen. Dann kommt sehr schnell die Frage nach dem Sinn des Ganzen auf.
Mit dieser Übung kannst du herauskristallisieren, was dir Kraft gibt – und auch, was dir Kraft raubt.

Übung: Was ist Lebensfreude für dich

Minute 1–5
Zeichne dich wieder mit wenigen Strichen und schreibe deinen Namen über diese Figur. Schreibe um dich herum nun alles auf, was für dich Lebensfreude bedeutet. (Im Seminar schrieb eine Frau einmal „Spaghetti essen“ auf – mit dieser Tätigkeit verband sie Genuss und kindliche Freude.) Womit verbindest du kindliche Freude?

Minute 5–6
Schau dir deine Zeichnung bewusst an. All das gibt deinem Leben Freude. Das alles motiviert dich, weiterzumachen. Betrachte auch einmal die Reihenfolge deiner Notizen. Was hast du als Erstes aufgeschrieben, was als Letztes? Gibt es Dinge, die du hinten anstellst, obwohl dort ebenfalls große Freude auf dich warten würde? Spiegelt diese Reihenfolge wirklich deine eigene Meinung wieder? Male einen roten Kreis um den Punkt, dem du gerne mehr Aufmerksamkeit schenken würdest.
Behalte den roten Kreis die nächsten Tage ganz bewusst im Auge. Du wirst sehen, dieser Punkt wird sich verändern. Die Dinge, auf die du deine Aufmerksamkeit lenkst, nehmen mehr und mehr Raum in deinem Leben ein – also, wofür entscheidest du dich?

 
Mein Tipp:
Viele Dinge, die du jetzt aufgeschrieben hast, haben auch etwas mit deinen Zielen zu tun. Schau dir diese Seite immer wieder an. Du wirst diese Stichpunkte noch brauchen, wenn du dich eingehender mit deinen Zielen beschäftigst.
Wir haben nun deinen Verstand ein bisschen angeregt, nach deiner Lebensfreude zu suchen. Er wird es weiterhin tun, wenn du mit dir selbst vereinbarst, an dieser Liste weiterzuarbeiten.
Das Gleiche gilt natürlich für alle Übungen – sie wirken am effektivsten, wenn du zum Schluss eine Vereinbarung mit dir selbst triffst, dass du die daraus gewonnenen Erkenntnisse vertiefen wirst.

Wenn wir mit uns selbst vereinbaren, gedanklich an den Übungen weiterzuarbeiten, wird unser Verstand wachsam dafür bleiben. Wir verändern unseren Wahrnehmungsfilter willentlich und wissentlich. Wir öffnen uns für alle Informationen.

Durch diese „Vereinbarung“ schärfen wir unsere Sinne und öffnen sie genau für die wünschte Richtung. Schließe nach der Übung einfach für ein paar Sekunden deine Augen und sage dir leise. „Ich vereinbare mit mir selbst an diesem Thema weiterzuarbeiten.“
 
3 Übungen zum Buch „Finde die wahre Liebe“.



Alle Übungen sind den Büchern „Der 6 Minuten Coach – Erfinde dich neu“ und „Der 6 Minuten Coach - Finde die wahre Liebe“ entnommen.
Alle Zeichnungen sind von Barbara Schauer www.derkleineyogi.com - Vielen Dank dafür.

 

 

 

 

 
Übung 1: Wie war die Ehe meiner Eltern?

Dies ist natürlich eine Frage, mit der wir uns nicht so gerne beschäftigen. Denn für die meisten Menschen war die Ehe der Eltern nicht gerade das, was wir als vorbildlich bezeichnen würden.

Und dennoch: Die moderne Psychologie weiß längst: Wir lernen über Vorbilder. Wir kopieren sie, wir ahmen sie nach, und übernehmen – für unser weiteres Leben – Verhaltensweisen von ihnen. Natürlich auch alles, was mit Partnerschaft zu tun hat.

Die erste und intensivste Beziehung, die wir als Kind vorgelebt bekommen haben und hautnah miterleben durften, war natürlich die Ehe unserer Eltern. Unsere Eltern waren unsere ersten und intensivsten Vorbilder, nach denen wir uns – noch heute - in allen Bereichen orientieren.

So wie unsere Eltern als Paar miteinander umgegangen sind, genauso haben wir gelernt, wie eine Partnerschaft abzulaufen hat.

Je nachdem, ob die Eltern Zärtlichkeit vor den Kindern gezeigt haben, ob das Thema Sexualität angenehm oder unangenehm für sie war, ob sie gestritten oder alles unter den Teppich gekehrt haben ...
Ebenso welche Moral sie vorgelebt haben, wer für welche Aufgaben zuständig war, wie das Männer- und Frauenbild vorgelebt wurde, und wer das Sagen in der Familie hatte, – das alles und noch viel mehr – war vorgelebte Wahrheit für uns.
„So und nicht anders laufen Paarbeziehungen ab“ – erfuhren wir.

 
Aber das ist noch nicht alles. Wir lernen Verhaltensweisen nicht nur durch Nachahmen, sondern wir nutzen auch die Eltern als „Probepartner“ für die spätere Liebesbeziehung.
„Für dieses Rollenlernen, – wie man sich später als Frau oder als Mann verhält – gucken wir uns nicht nur vom gleichgeschlechtlichen Elternteil etwas ab.“
Wir gehen noch viel weiter. Wir üben bereits.
„Töchter üben ihre Rolle im Umgang mit dem Vater, Söhne proben mit der Mutter, wie ein „Mann“ sich gibt.“

Die moderne Psychologie geht heute davon aus, dass sogar die Partnerwahl, „(...) durch die Herkunftsfamilien mitbestimmt wird. Danach verlieben sich Töchter in solche Männer, die ihrem Vater ähneln, und Söhne wählen Frauen als Partnerinnen, die sie an die eigene Mutter erinnern.“

Wir verlieben uns also in Menschen, die unserem gegengeschlechtlichen Elternteil ähneln.

„Diese Partnerwahleffekte fallen unterschiedlich aus: Frauen wählen einen Mann, der sich in Konflikten so ähnlich verhält wie ihr Vater; Männer verlieben sich in Frauen, die einen ähnlichen Stil beim Problemlösen zeigen wie ihre Mutter.“

Dies ist wichtig für uns zu wissen, denn, auch wenn wir glauben freiwillig und unabhängig entscheiden zu können, so ahmen wir in ganz vielen Dingen noch heute die vorgelebte Paarbeziehung unserer Eltern nach. Dies geschieht meist völlig unbewusst.

Das Gute ist nun, dass es für die elterliche Vorgabe keinen Wiederholungszwang gibt.

Der Psychologe Markus Schaer kommt zu der Überzeugung: „Paare sind eigenständige Gestalter ihres Entwicklungsprozesses“. 7

Wir können uns also von allen Vorgaben, die wir aus unserer Vergangenheit mitgenommen haben, lösen. Dazu müssen wir jedoch wissen, welche Dinge wir noch heute von der vorgelebten Paarbeziehung unserer Eltern nachahmen.

 
Übung 1 : Wie war die Ehe meiner Eltern?

Minute 1–5
Beantworte folgende Fragen und schreibe die Antworten auf:
Wie sind deine Eltern miteinander umgegangen?
Hatte jeder Zeit für sich?
Haben sie sich vor deinen Augen in den Arm genommen und Zärtlichkeiten ausgetauscht?
Hatten deine Eltern eine Nähe oder Distanz zueinander?
Sind sie „wegen der Kinder“ zusammengeblieben?
Wurde vor dir gestritten? Gab es Streit wegen Geld? Wegen der Kindererziehung? Wegen Untreue? Gab es Eifersuchtsdramen?
Gab es strenge Regeln?
Gab es Familienrituale?
Habt ihr viel gemeinsam unternommen?
Gab es Machtkämpfe?

Minute 6
Lies deine Auflistung aufmerksam durch und werde dir bewusst, welche dieser Regeln du übernommen hast.

Mein Tipp:
Es kann sein, dass verschiedene Emotionen in dieser Betrachtung hochkommen. Lass sie einfach zu – bewerte sie nicht. Beobachte sie, als wenn du eine entfernte Situation beobachten würdest – distanziert und doch teilhabend. Durch diesen mentalen Trick kannst du die Lage besser für dich einschätzen, und deine Emotionen überwältigen dich nicht. Denn diesmal hast du die Wahl, jederzeit aus den vorgelebten Mustern auszusteigen.

Noch prägen deine Eltern durch ihr Verhalten deinen Begriff von Liebe, Partnerschaft, Problembewältigung und Sexualität.

Wenn du das erkennst und akzeptierst, dann kannst du bewusst den antrainierten Mechanismen entgegensteuern und eine authentische Liebesbeziehung entwickeln, die deiner wahren Persönlichkeit entspricht.

Diese Übung kannst du auch auf folgende Fragen ausweiten:
Wie war die Kommunikation innerhalb der Familie? Wie wurde mit Trauer und Verlust umgegangen? Gab es Familiengeheimnisse? Gab es als Strafe Liebesentzug? Gab es gerechte – oder ungerechte Verteilung von Liebe? Wer war „das schwarze Schaf“? Wie wurde mit Strafe umgegangen? Wurde viel geschrien oder geschimpft?

 
Übung 2: Was wirkt noch heute in mir?

Jetzt wissen wir also, dass all das, was unsere Eltern uns vorgelebt haben, noch heute sehr intensiv in uns wirken und unsere Partnerschaften beeinflussen kann.
Um aus diesen alten Prägungen aussteigen zu können, ist es sehr wichtig, sich immer wieder zu fragen: „Beeinflussen mich diese Dinge noch heute?“
Reagiere ich noch heute in vielen Dingen so, wie meine Eltern es mir vorgelebt haben? Agiere ich in manchen Dingen noch auf die gleiche Weise?

Die folgende Übung mag die wichtigste von allen sein.

Lies dir noch einmal in aller Ruhe durch, was dir als Kind von deinen Eltern alles vorgelebt wurde und werde dir bewusst, welche dieser Regeln du übernommen hast.
Wenn wir dies zu begreifen beginnen, wird sich unser Leben vollständig verändern.

 
Übung: Was wirkt noch heute in mir?

Minute 1–6
Betrachte noch einmal in aller Ruhe die Liste über die Ehe deiner Eltern. Und dann notiere dir, in welchen Bereichen du glaubst, Verhaltensweisen deiner Eltern noch heute zu kopieren.
In welchen Dingen handelst du wie dein Vater?
Was machst du so wie deine Mutter?
Betrachte mehrere Situationen in deinem heutigen Leben.
Wie agierst oder reagierst du im Streit?
Welche Bestrafungsrituale benutzt du?
Was verletzt dich und wie zeigst du, dass du verletzt worden bist?
Wie gehst du mit Zärtlichkeit vor anderen um? Ähnlich wie deine Eltern? Gelten vielleicht ähnliche Regeln in deiner Partnerschaft, wie du sie aus seiner Kindheit kennst?
Bist du womöglich ähnlich streng oder liberal?
Wie gehst du mit deinen Kindern um, wenn du welche hast?
Wendest du ähnliche Erziehungsmethoden an, wie du sie als Kind erlebt hast?
Hast du eventuell eine ähnliche Einstellung wie deine Eltern zu Geld, und gehst ganz ähnlich damit um?
Gibt es Machtkämpfe, die dir bereits bekannt vorkommen?
Und wie ist deine Rolle als Mann oder als Frau?x

Mein Tipp:
Sehr hilfreich ist es auch, sich mit seinen Geschwistern darüber zu unterhalten. Nutze auch ihre Erinnerungen an eure gemeinsame Kindheit. Ganz oft haben wir blinde Flecken und auch viele Dinge verdrängt.
Gerade die Dinge, die uns nicht bewusst sind, wirken am stärksten in uns, da wir keinen Einfluss darauf nehmen können, was völlig automatisch und unbewusst abläuft.

Je öfter du dich damit beschäftigst, was du als Kind von deinen Eltern gelernt hast, desto leichter und schneller kannst du dich davon lösen, und ein neues, unabhängiges Leben beginnen.

Mache dir immer mehr bewusst, von wem deine Regeln in deiner jetzigen oder künftigen Partnerschaft stammen könnten.

Entscheide dich ganz klar dafür, ab jetzt nur noch deine eigenen, authentischen Beziehungsregeln zu leben. In diesem Buch werden wir dir ganz viele Möglichkeiten zur Seite stellen, um aus bisherigen elterlichen Vorgaben, die dich vielleicht negativ beeinflussen, auszusteigen.

Mache die Partnerschaft zu dem, was du gerne möchtest und brauchst: Zu deiner Kraftquelle.

Hol dir alles wieder zurück, was dich frei macht und dich deine Liebe so leben lässt, wie es dir entspricht.

 
Übung 3: Wie willst du dich am liebsten der Außenwelt zeigen?

Wenn wir uns fragen: „Wie finde ich die wahre Liebe“, dann gilt es natürlich auch sofort die 2. Frage zu beantworten: „Wie findet die wahre Liebe mich?“
Um gefunden zu werden, sollten wir uns auch zeigen. Wir wollen doch schließlich gesehen werden.

Genau genommen zeigen wir uns bereits. Wir senden Signale aus, die andere Menschen auffangen. Dies tun wir beständig. Jeden Tag, jede Minute.
Wollen wir einen wundervollen Partner in unser Leben einladen, sollten diese Signale allerdings so beschaffen sein, dass sich die richtigen Menschen davon angezogen fühlen.
Ein ganz wesentlicher Anteil, auf dem Weg, die wahre Liebe zu finden, wird also sein, auf welche Weise wir uns unserem Umfeld zeigen. Was soll unser Umfeld von uns wahrnehmen?
Welche Signale wollen wir nach außen senden?
Was soll unser künftiger Partner an uns bemerken?

Natürlich wollen wir nur die besten Anteile von uns nach außen stellen. Das ist doch wohl klar. Wir möchten ankommen und angenommen werden. Wir wollen einen sympathischen Eindruck hinterlassen. Wir wollen als liebenswert gelten. Wir möchten, dass jemand vor allem unsere schönen Seiten sieht. Und wir wollen, dass dieser Jemand erkennt, dass wir wertvoll genug sind, dass er sich entscheidet, sein Leben mit uns zu teilen.
Eigentlich ist es ganz einfach. Wir wollen geliebt, respektiert, geachtet und auch begehrt werden. Wir wünschen es uns so sehr, aber nicht immer gelingt es uns, den passenden Partner für uns zu gewinnen.

Wenn wir uns verstecken, nimmt unsere Außenwelt
oftmals eine ganz andere Person wahr,
als wir in Wirklichkeit sind.


Auch wenn es erstaunlich ist, viele Menschen verbringen manchmal Jahre damit, einige charakterliche Züge vor anderen zu verbergen, anstatt die wahren Eigenschaften nach außen zu zeigen.

Vielleicht kennst du so ein Verhalten auch an dir?
Vielleicht hast du bisher nur gezeigt, wie unsicher du bist, wie verletzt oder misstrauisch.
Vielleicht hast du unbewusst ausgestrahlt, dass du der Liebe nicht traust. Und es keiner mit dir leicht haben wird.
Dies alles sind Signale, die wir nach außen senden.

 
Viele denken auch: „Ich besitze keinen inneren Reichtum.“ „Ich bin langweilig.“ „Ich habe keine Talente.“ „Wer soll mich schon mögen?“
Diese und noch viele andere Aussagen bekomme ich von meinen Seminarteilnehmern, deren Selbstwertgefühl vollkommen im Keller ist. Sie glauben nicht mehr, dass jemand sie lieben könnte. Meist haben sie bereits jahrelang viel Anstrengung und Energie verbraucht, um einen Schutzwall um sich herum aufzubauen, der auch von den liebevollsten Menschen nicht mehr durchbrochen werden kann. Und alles nur aus Angst, sie könnten „nichts wert“ sein – also auch nicht wert, geliebt zu werden.

All diese Überzeugungen und Ansichten über uns selbst zeigen wir der Außenwelt. Sie sind so etwas wie unser Aushängeschild.

Wie groß werden da wohl unsere Erfolgsaussichten sein?
Einen anderen Menschen in sein Leben einzuladen, ist kein kleines Ding. Dieser wundervolle Partner soll uns schließlich als so wichtig erachten, dass er sein gesamtes Leben umstellt und seine Zeit künftig mit uns verbringen will. Er soll uns in seine Visionen und Ziele mit einbeziehen und uns als alleinigen Partner akzeptieren. Er soll alle anderen Menschen auf dem gesamten Planeten als künftige Partner ausschließen. Und das bitteschön noch voller Euphorie und Begeisterung. Genaugenommen soll er sich glücklich schätzen, uns gefunden zu haben.

Solange wir jedoch nur Signale der eigenen Minderwertigkeit und Selbstbeschränkung nach außen senden, werden wir es wohl etwas schwer haben. Da Gleiches immer Gleiches anzieht, laden wir auf diese Weise immer nur Menschen in unser Leben ein, die sich auf unsere Selbstbeschränkungen beziehen.

Da wäre es doch wesentlich besser, alle unsere versteckten Qualitäten wieder hervorzukramen und sie dem Gesetz der Anziehung anzuvertrauen.

 
Wie wir das machen? Ganz einfach. Wir brauchen uns nur die richtigen Fragen stellen.
Was möchte ich anderen von mir zeigen?
Auf welche Weise möchte ich gerne wahrgenommen werden?
Auf welche meiner wundervollen Qualitäten soll mein künftiger Partner aufmerksam werden?

Die Frage: „Wie finde ich die wahre Liebe?“,
hat ganz viel damit zu tun, wie wir uns
anderen zeigen möchten.


In der folgenden Übung schauen wir uns an, was du alles von dir zeigen könntest, wenn du dich nur trauen würdest.
Wir betrachten all die positiven Eigenschaften an dir, all den inneren Reichtum, den du gerne nach außen tragen würdest.
 
Übung: Wie ich mich der Außenwelt zeigen möchte

Minute 1–5
Nimm ein Blatt Papier und zeichne dich in die Mitte dieser Seite und schreibe deinen Namen über deine Zeichnung.
Zeichne nun von dir ausgehend lauter Strahlen, die nach außen gehen.
Schreibe zu jedem Strahl dazu, was du gerne von dir zeigen möchtest. Wie soll man dich sehen? Was soll man von dir wahrnehmen? Welche Signale soll man ganz klar auffangen?

Minute 6
Betrachte deine Zeichnung noch einmal in Ruhe.
Das alles sind die Informationen, die dein Umfeld in Zukunft von dir wahrnehmen soll.
Stell dir bei jedem Strahl, den zu zeichnest, vor, wie wundervoll es ist, wenn deine Außenwelt dich auf diese Weise entdecken darf. Wie liebenswert und einzigartig du bist. Und dass jeder Mensch sich glücklich schätzen darf, sich in deiner Nähe aufzuhalten.


Mein Tipp:
Suche dir ein oder zwei Aspekte heraus, die du gerne von dir zeigen möchtest, und verbinde dich gedanklich mit ihnen.
Stell dir vor, wie schön es ist, wenn andere auch diese Seite von dir kennenlernen dürfen. Lächle bei dem Gedanken, wie angenehm und leicht es sich anfühlt.
Gehe in diese Visionskraft hinein, sooft du möchtest.

Entscheide dich, immer wieder die beste Seite von dir zu zeigen.
Es ist schließlich ebenfalls ein Anteil von dir. Ein wundervoller Anteil, den wir gerne ausbauen wollen.

Es ist wundervoll, die beste Version unseres Selbst zu offenbaren:

- Je mehr wir uns mit unseren Sonnenseiten beschäftigen, desto deutlicher beginnen sie sich zu zeigen. - Wenn du beginnst, dich so der Außenwelt zu zeigen, wird sich auch immer mehr deine Überzeugung ins Positive wandeln und an Kraft gewinnen.
- Denke immer nur daran, wie die Außenwelt dich wahrnehmen soll. Dann wirst du dich schon bald auch zu dieser Person entwickeln. Und als Belohnung wird die wahre große Liebe auf dich aufmerksam und all diese Werte in dir erkennen.

Alle Übungen sind den Büchern „Der 6 Minuten Coach – Erfinde dich neu“ und „Der 6 Minuten Coach - Finde die wahre Liebe“ entnommen.
Alle Zeichnungen sind von Barbara Schauer www.derkleineyogi.com - Vielen Dank dafür.



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